Mellerud Schimmel-Ex: Richtige Dosierung und Einwirkzeit – So wird Schimmel wirklich beseitigt
Wer Schimmel in den eigenen vier Wänden entdeckt, greift oft schnell zu einem Reiniger. Doch ohne die richtige Dosierung und Einwirkzeit bleibt der Erfolg meist aus. Mellerud Schimmel-Ex ist ein kraftvoller Chlorreiniger, der nur dann zuverlässig wirkt, wenn Sie die Herstellerangaben genau beachten – und auch den Schweregrad des Befalls berücksichtigen.
Welche Dosierung ist für verschiedene Schimmelarten richtig?
Mellerud Schimmel-Ex wird unverdünnt angewendet – das ist der erste wichtige Punkt. Eine Verdünnung mit Wasser würde die Wirkstoffkonzentration (Aktivchlor) deutlich reduzieren und die Abtötung von Schimmelsporen gefährden. Die empfohlene Anwendungsmenge liegt bei etwa 25–30 ml pro Quadratmeter bei glatten, dichten Oberflächen wie Fliesen oder lackiertem Holz. Bei porösen Materialien wie rohem Putz, Holz oder Mörtelfugen müssen Sie die Menge um etwa das Doppelte erhöhen, da das Produkt tief in die Poren einsickern muss.
Praktische Faustregel: Sprühen Sie die befallene Fläche gleichmäßig ein, bis sie vollständig benetzt ist und leichter Schaum entsteht. Ein zu wenig an Produkt führt zu unvollständiger Abtötung – der Schimmel treibt dann innerhalb weniger Tage wieder aus. Ein Zuviel ist dagegen nur eine Verschwendung, da die überschüssige Flüssigkeit abtropft und keine zusätzliche Wirkung entfaltet. Beachten Sie auch: Bei einem starken Befall mit Schwarzschimmel sollten Sie die Dosierung nicht erhöhen, sondern die Behandlung nach dem Trocknen wiederholen.
Ein typischer Fehler: Viele Anwender spritzen nur einen leichten Nebel auf die Wand, das reicht nicht. Der Sprühkopf von Mellerud Schimmel-Ex liefert einen kräftigen Sprühstrahl – nutzen Sie ihn, um die Fläche regelrecht zu durchnässen. Bei starkem Befall (Pilzrasen dicker als 2 mm) ist es sinnvoll, das Produkt mit einem weichen Pinsel oder Schwamm aufzutragen, um eine gleichmäßige Sättigung zu erreichen.

Wie lange muss Mellerud Schimmel-Ex einwirken? Ein Überblick nach Schweregrad
Die Einwirkzeit variiert je nach Stärke des Schimmelbefalls und der Art des Untergrunds. Die folgende Tabelle gibt Ihnen einen gezielten Anhaltspunkt:
| Schweregrad des Befalls | Empfohlene Einwirkzeit auf glatten Oberflächen (Fliesen, Glas, lackiertes Holz) | Empfohlene Einwirkzeit auf saugenden Oberflächen (Putz, unbehandeltes Holz, Mörtelfugen) |
|---|---|---|
| Leichter Belag (einzelne kleine Flecken, kein tiefer Pilzrasen) | 10–15 Minuten | 15–20 Minuten |
| Mittlerer Befall (zusammenhängende Flächen, sichtbarer Pilzrasen bis 1 mm Höhe) | 15–20 Minuten | 20–30 Minuten |
| Starker Befall (dichter Pilzrasen über 1 mm Höhe, tief in Fugen oder Putz eingedrungen) | 20–30 Minuten (möglicherweise Wiederholung nötig) | 30–45 Minuten (Wiederholung vor dem Trocknen des ersten Auftrags erforderlich) |
Wichtig: Die Einwirkzeit beginnt erst, wenn die Oberfläche komplett benetzt ist. Trocknet die Flüssigkeit während der Einwirkzeit ein (z. B. an heißen Sommertagen oder nahe einer Heizung), müssen Sie erneut auftragen, damit die Einwirkzeit vollständig eingehalten wird. Ein typisches Zeichen für ausreichende Einwirkzeit: Der Schimmel verfärbt sich von schwarz oder grün zu einem helleren Grau oder verblasst sichtbar. Nach der Einwirkzeit wird die gereinigte Fläche gründlich mit klarem Wasser abgespült und trocken gewischt.
Sollte man die Einwirkzeit bei Silikonfugen oder Außenwänden anpassen?
Ja, absolut. Auf Silikonfugen in Bad und Küche ist die Einwirkzeit kürzer als auf mineralischen Untergründen. Silikon ist extrem glatt und nicht saugfähig – die Einwirkzeit von 5 bis 10 Minuten reicht völlig aus. Lassen Sie das Produkt länger als 15 Minuten auf Silikon einwirken, kann es zu leichter Verfärbung oder Mattierung der Fuge kommen (was optisch aber meist harmlos ist).
Ganz anders verhält es sich bei Außenwänden aus Putz, Klinker oder Beton. Hier wirkt Wind, Regen und Sonneneinstrahlung ein – die Einwirkzeit sollte auf 30–40 Minuten verlängert werden. Bei porösen Außenputzen trägt man das Produkt am besten dick auf und schützt die Stelle während der Einwirkzeit mit einer Abdeckplane vor direktem Regen. Ein wichtiger Hinweis: Bei Temperaturen unter 10 °C oder über 30 °C lässt die Wirkung von Aktivchlor nach – in diesen Fällen die Einwirkzeit um etwa 50 % verlängern oder auf mildere Temperaturen warten.

Was passiert, wenn man die Einwirkzeit überschreitet oder zu kurz einwirken lässt?
Zu kurze Einwirkzeit ist der häufigste Fehler: Wird Mellerud Schimmel-Ex nach nur 5 Minuten abgewischt, haben die Chlorverbindungen die Pilzhyphen lediglich an der Oberfläche angegriffen. Die tiefer liegenden Sporen und das Myzel überleben, und der Schimmel treibt innerhalb von 1–2 Wochen wieder aus. Bei starkem Befall sehen Sie das bereits nach 3–4 Tagen – die Flecken kommen fleckenweise zurück, oft noch dunkler als zuvor.
Eine Überschreitung der empfohlenen Einwirkzeit ist auf den meisten widerstandsfähigen Oberflächen unproblematisch, da Aktivchlor nach etwa 60 Minuten inaktiv wird (es reagiert mit organischem Material und zerfällt zu harmlosen Salzen). Auf empfindlichen Materialien wie farbigem Kunststoff (z. B. Duschkabinenrahmen) kann eine zu lange Einwirkzeit jedoch zu Farbveränderungen oder Mattierung führen. Auf rohem Holz kann langanhaltende Feuchtigkeit durch das Produkt das Holz aufquellen lassen – daher hier strikt die 30-Minuten-Grenze einhalten. Falls Sie unsicher sind: Testen Sie das Produkt zunächst an einer unauffälligen Stelle.
Wie oft kann man Mellerud Schimmel-Ex auftragen? Wiederholung und Vorbeugung
Bei starkem und tiefem Schimmelbefall reicht eine einzige Anwendung oft nicht aus. Die Herstellerempfehlung lautet: Nach der ersten Einwirkzeit und gründlichem Abspülen die Stelle trocknen lassen (mindestens 2–4 Stunden). Danach kontrollieren, ob noch sichtbare Schimmelreste vorhanden sind. Falls ja, den gesamten Vorgang wiederholen. In der Praxis sind bei tiefem Schimmel an Wänden oder in Fugen zwei bis drei Behandlungen im Abstand von 24 Stunden notwendig, um alle Sporen abzutöten.
Kann man Mellerud Schimmel-Ex auch präventiv einsetzen? Grundsätzlich ja – aber das ist kein Dauerzustand. Eine vorbeugende Anwendung alle 4–6 Wochen auf feuchtigkeitsgefährdeten Stellen wie Duschkabinenfugen oder Kellerwänden kann helfen, erneuten Befall zu verhindern. Wichtig: Dabei reicht eine deutlich geringere Dosierung (10–15 ml/m²) und eine verkürzte Einwirkzeit von 5–10 Minuten. Danach gründlich abspülen – sonst könnten Rückstände die Atemwege reizen.
Was sagen Anwender über die richtige Dosierung und Einwirkzeit?
In Foren und auf Produktbewertungsseiten berichten viele Anwender von gemischten Erfahrungen – oft hängt der Erfolg direkt von der Einhaltung der Dosierung und Einwirkzeit ab.
„Ich habe es am Anfang zu dünn aufgetragen – nach einer Woche war der Schimmel wieder da“ – Das ist der Klassiker: Wer zu sparsam sprüht, erwartet zu viel. Besonders auf saugenden Putzoberflächen reicht ein leichter Sprühnebel nicht. Erst die zweite, gründlichere Anwendung mit satter Benetzung brachte den dauerhaften Erfolg.
„Auf Silikonfugen reichen 8 Minuten, aber ich lasse es 20 Minuten drauf – die Fuge wurde etwas matt“ – auch das wird häufig berichtet. Bei glatten, nicht saugenden Fugen ist die Gefahr gering, aber wer die maximal empfohlene Zeit deutlich überschreitet, kann optische Veränderungen riskieren. Die meisten Anwender stimmen überein: Lieber 2x kurz als 1x zu lang einwirken lassen, vor allem auf Silikon.
„Nach drei Behandlungen und richtiger Einwirkzeit war der Schwarzschimmel endlich weg“ – besonders bei tief in Fugen oder Holz eingedrungenem Schimmel bestätigt sich: Wiederholung ist der Schlüssel. Wer nach dem ersten Mal aufgibt, hat oft keine dauerhafte Lösung. Anwender, die die Einwirkzeit genau eingehalten und nach 24 Stunden wiederholt haben, berichten von langanhaltendem Erfolg.
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Kann ich Mellerud Schimmel-Ex mit Wasser verdünnen, wenn der Befall nur leicht ist?
Nein, auf keinen Fall. Das Produkt ist gebrauchsfertig und darf nicht verdünnt werden. Eine Verdünnung senkt die Konzentration an Aktivchlor unter die wirksame Schwelle, sodass Schimmelsporen nicht abgetötet werden. Auch bei leichtem Befall muss das Produkt unverdünnt angewendet werden – allerdings kann die Einwirkzeit auf 5–10 Minuten verkürzt werden.
Wie erkenne ich, dass die Einwirkzeit ausreichend war?
Nach der Einwirkzeit sollte der Schimmel sichtbar heller geworden sein – von schwarz zu grau oder von grün zu blass. Außerdem löst sich der Belag bei Berührung leichter. Falls der Schimmel noch tiefschwarz ist, war die Einwirkzeit zu kurz oder die Benetzung unzureichend. In diesem Fall sofort erneut auftragen und die Einwirkzeit verlängern.
Kann ich Mellerud Schimmel-Ex über Nacht einwirken lassen?
Das ist nicht empfehlenswert. Die wirksame Aktivchlorverbindung zerfällt nach etwa 60 Minuten. Längeres Einwirken bringt keinen zusätzlichen Nutzen, kann aber bei empfindlichen Oberflächen zu Schäden führen (insbesondere auf lackierten Flächen oder Kunststoff). Halten Sie sich an die maximale Einwirkzeit von 45 Minuten. Bei sehr schlecht zugänglichen Stellen notieren Sie die Zeit auf einem Handy-Timer.
Warum riecht Mellerud Schimmel-Ex so stark nach Chlor? Ist das gefährlich?
Der typische Chlorgeruch entsteht durch das freigesetzte Aktivchlor, das für die Schimmelabtötung verantwortlich ist. Während der Einwirkzeit ist der Geruch intensiv, deshalb sollten Sie den Raum gut lüften und Handschuhe tragen. Nach dem Abspülen verfliegt der Geruch meist innerhalb von 15–30 Minuten. Bei länger anhaltendem Geruch oder Atemwegsbeschwerden sofort den Raum verlassen und für zusätzliche Lüftung sorgen. Vor der Anwendung lesen Sie am besten die Hinweise in unserem ausführlichen Testbericht zu Gesundheitsaspekten.
Kann ich die Einwirkzeit bei Kälte oder Hitze einfach verlängern?
Ja, bei Temperaturen unter 10 °C oder über 30 °C sollte die Einwirkzeit um etwa 50 % verlängert werden (also bei 8 °C statt 20 Minuten etwa 30 Minuten). Die chemische Reaktion des Aktivchlors läuft bei diesen Temperaturen langsamer ab. Achten Sie darauf, dass die Oberfläche während der gesamten Zeit feucht bleibt – sonst trocknet das Produkt ein, bevor es wirken kann.
Wann ist der beste Zeitpunkt, Mellerud Schimmel-Ex aufzutragen – morgens oder abends?
Idealerweise morgens, sodass die Einwirkzeit in die wärmere Tageszeit fällt und die behandelte Fläche nach dem Abspülen ausreichend trocknen kann. Bei Außenanwendungen ist windstilles, trockenes Wetter ideal. Vermeiden Sie die Anwendung direkt vor Regenfällen (mindestens 6 Stunden Trockenzeit einplanen) oder bei direkter Sonneneinstrahlung, die das Produkt zu schnell eintrocknen lässt. Am Abend ist die Trocknung oft zu langsam, was bei porösen Materialien zu Durchfeuchtung und neuer Schimmelbildung führen kann.




